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Eine Strafe als Knackpunkt

 

25. September 10, Winterthur - Wetzikon 5:1 (0:0,4:1,1:0)

Quelle: Zürcher Oberländer / Urs Kindhauser

Bis zur Spielhälfte hielt der EHC Wetzikon auswärts in
Winterthur ein Remis und durfte auf Punkte hoffen.
Dann aber kassierte er bis zur zweiten Pause drei Treffer
und verlor letztlich 1:5.

Der EHC Wetzikon ist mit einer Niederlage in die Saison gestartet.
Das Team von Hanspeter Frutiger wehrte sich in Winterthur nach
Kräften, unterlag aber dennoch dem Amateur-Schweizer-Meister 1:5.
«Wir wussten, dass wirhier unter Druck kommen würden. Dank
grossem Kampfgeist haben wir die ersten 15 Minuten ohne Gegentor überstanden. Das war ein Erfolgserlebnis,das uns ermutigt hat»,
sagte Frutiger danach, dessen Mannschaft erst kurz vor Spielhälfte
den ersten Gegentreffer durch Martin Büsser hinnehmen musste.
Andreas Perret hatte dabei einen Vorstoss aus nicht gerade günstigem
Winkel mit einem Schuss abgeschlossen, den Wetzikons sonst starker
Goalie Flavio Lüdke abprallen lassen musste. Büsser war bereit für den Nachschuss.

EHCW mit Konterchancen

Es war ein erarbeitetes Tor. Gearbeitet hatten die klar favorisierten
Winterthurer auch vorher schon, und zwar wesentlich besser als in den
letzten Vorbereitungsspielen gegen Uzwil und Ceresio. Sie liessen die
Scheibe laufen und machten nur wenige Fehler. Diese eröffneten dem
EHCW allerdings die eine oder andere Grosschance. «Vielleicht wäre
eine Überraschung möglich gewesen, wenn wir zu Beginn eine unserer Konterchancen genutzt hätten», sinnerte Frutiger deshalb, während
Winterthur-Trainer Markus Studer sagte:«Wichtig war zu sehen, dass wir
zu Chancen kommen, wenn wir die Scheibe laufen lassen. Und, dass wir
uns damit nicht zufrieden gaben.» Ein Missgeschick von Remo
Oehninger führte zwar zwischenzeitlich zum 1:1. Der Winterthurer Goalie
bekam eine Scheibe hinter dem Gehäuse nicht unterKontrolle, so dass
sie dem vor dem Tor lauernden Marc Elsener genau auf den Stock prallte. Insgesamt aber erhöhten die Winterthurer vor allem im Forechecking
den Druck derart, dass Wetzikon früher oder später kapitulieren musste. Neuzugang Patrick Jäggi brachte das Heimteam mit seinem ersten Tor
2:1 in Führung (32.). Die Vorentscheidung fiel dann, als sich Wetzikons
Verteidiger Simon Zangger in der Schlussphase des Mitteldrittels eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einhandelte. Eric Geiser erhöhte im
Powerplayauf 3:1, und Marco Bussola erzielte das 4:1 nach einer Scheibeneroberung im Forechecking noch vor Drittelsende.

Bis zum Schluss gekämpft

Wetzikon liess sich danach zwar nicht hängen, musste aber trotzdem
froh sein, im letzten Abschnitt nicht mehr als Bussolas zweiten Treffer
(5:1) kassiert zu haben. Chancen für ein noch höheres Resultat hatten die
Winterthurergenug. «Die Fünfminutenstrafe brachte den Winterthurern die entscheidendenVorteile ein», sagte Frutiger, zeigte sich aber trotz der
Niederlage zufrieden mit der Leistung seiner Equipe. «Uns fehlt noch
ein wenig das nötige Selbstvertrauen. Aber die Mannschaft hat sich bis zum Schluss eingesetzt.»

 

Telegramm

Winterthur: Wetzikon 5:1
920 Zuschauer
SR: Grassi (Ambrosetti, Rüegg).

Tore: 28. Büsser(Perret, Bussola) 1:0. 30. Elsener 1:1. 32. Jäggi (Kühni) 2:1. 35. Geiser (Flüglister) 3:1. 39. Bussola (Schmid) 4:1. 47. Bussola (Büsser) 5:1.

Strafen: Wetzikon 6x2 Minuten plus 1x 5 Minuten, Winterthur 9x2 Minuten.

 

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