16. Dezember 09, Winterhur - Wetzikon 7:5 (3:2,1:3,3:0) Kämpferisch, ebenbürtig - aber wieder unterlegen: Im Nachtragsspiel gegen Winterthur führt der EHCW nach 40 Minuten 5:4, verliert am Ende aber 5:7 und zum sechsten Mal in Serie. Ausgerechnet gegen den neuen Leader Winterthur schaffte der EHC Wetzikon beinahe den lange ersehnten Exploit. Doch innert 39 Sekunden machten die Winterthurer Eric Geiser und Philipp Loser in der 50. Minute aus der Wetziker 5:4-Führung einen 5:6-Rückstand. «Wir haben viel Arbeit betrieben, stehen nun aber wieder mit leeren Händen da», sagte EHCW-Trainer Paul Berri. Seit acht Spielen hatte sein Team nie mehr als zwei Treffer pro Partie geschossen. Gestern Mittwoch gelangen zwar dank besserer Effizienz fünf Tore, doch reichte dies wiederum nicht zum Sieg, weil die Defensivarbeit zu mangelhaft war und sieben Gegentreffer eingesteckt werden mussten. «Die Intensität war sehr hoch, wir waren eigentlich ebenbürtig. Doch am Ende entschied die individuelle Klasse», sagte Berri. 3:2 führte Winterthur nach dem Startdrittel - das Resultat hätte eigentlich genau umgekehrt lauten müssen, denn die Wetziker verzeichneten ein klares Chancenplus. Einmal mehr war aber die Chancenauswertung vorerst ungenügend. Die Gäste gerieten schon in der dritten Spielminute in Rückstand, konnten aber bereits 43 Sekunden später durch einen glücklichen Treffer von Simon Müller (der Schuss wurde von einem Verteidiger abgelenkter) ausgleichen. Doch nach Treffern in der 9. und der 11. Minute (in Überzahl) zogen die Winterthurer wieder auf 3:1 davon, was Berri zu einem Time-out veranlasste. Für den unglücklichen Keeper Patrick Wandeler kam Michael Grissemann - und ein Ruck ging durch die Mannschaft. Winterthur kam kaum mehr zu Chancen, und die Wetziker brauchten zu viele davon, um in der 19. Minute durch Aleksander Mihajlovic doch noch den Anschlusstreffer zu realisieren.
Charakter gezeigt
Gleich nach Wiederbeginn zog This Schälchli mit einem Zuspiel von Reto Müller auf und davon und markierte mit einem satten Handgelenkschuss den 3:3-Ausgleich. Winterthur reagierte, kam zu guten Möglichkeiten und profitierte von einer Strafe gegen Stefan Lange. Oliver Früh schloss das Powerplay zur 4:3-Führung ab (29.). Die Gäste zeigten aber Charakter, kämpften sich wieder ins Spiel und schossen nicht nur durch Simon Müller in der 33. Minute einen Shorthandtreffer, sondern markierten kurz vor der zweiten Pause unmittelbar nach einem Überzahlspiel die erstmalige Führung zum 5:4. Im Schlussabschnitt wogte die Partie hin und her bis zu der für Wetzikon verhängnisvollen 50. Spielminute und dem Doppelschlag. Davon erholten sich die Oberländer nicht mehr und mussten in der Schlussminute auch noch den Gegentreffer zum 5:7-Endstand entgegennehmen. «Nach fünf Niederlagen in Serie hat meine Mannschaft heute gezeigt, dass sie noch lebt», sagte Berri. «Doch nun brauchen wir endlich wieder ein positives Resultat.» (mwe/zo) | Telegramm Winterthur : Wetzikon 7:5 720 Zuschauer SR: Albertin (Ehrensperger, Schär). Tore: 3. Kühni (Guidotti) 1:0. 4. Müller Simon (Rohrer) 1:1. 9. Früh Oliver (Thaler) 2:1. 11. Schumann (Geiser) 3:1. 19. Mihajlovic (Schälchli) 3:2. 21. Schälchli (Müller, Muspach) 3:3. 29. Früh Oliver (Früh Ronny, Loser) 4:3. 33. Elsener (Müller Simon) 4:4. 40. Mihajlovic (Müller Reto, Tschudy) 4:5. 50. Geiser (Vogler) 5:5. 50. Loser (Früh Ronny) 6:5. 60. Früh Oliver (Früh Ronny) 7:5.
Strafen: Wetzikon 7x2 Minuten plus 3x10 Minuten, Winterthur 6x2 Minuten. Wetzikon: Wandeler (ab. 11. Grissemann; Noël Brunner, Baer, Hvidt, Lange, Durisch, Betschart, Olivier Brunner, Saiani, Muspach, Tschudy, Berchtold, Vesely, Reichart, Elsener, Simon Müller, Rohrer, Deubelbeiss, Reto Müller, Mettler, Diacon, Mihajlovic.
Winterthur: Oehninger; Kühni; Grolimund; Perret; Schöbi; Thaler; Guidotti; Loser; Vogler; Bussola; Früh Ronny; Früh Oliver; Flüglister; Kühni; Geiser Eric; Schumann; Büsser; Geiser Rafael, Benz.
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