25. November 09, Wetzikon - Dübendorf 0:5 (0:1,0:3,0:1) Die Kräfteverhältnisse in der Region bleiben gewahrt: Leader Dübendorf gewann gestern in Wetzikon problemlos 5:0.
SCL-Tigers-Trainer Christian Weber verliess gestern nach dem zweiten Drittel das Wetziker Eisstadion. Der Dübendorfer, der noch letztes Jahr EHCW-Coach Paul Berri als Assistenten bei den Tigers an seiner Seite hatte und ein guter Kollege des Bündners ist, machte sich auf den langen Heimweg ins Emmental. Weber konnte das regionale Derby zwischen Wetzikon und Dübendorf getrost vorzeitig verlassen, lag Berris Equipe zu diesem Zeitpunkt doch bereits hoffnungslos 0:4 in Rückstand und verlor letztlich klar 0:5. «Im ersten Drittel sind die Unterschiede zwischen den beiden Teams klein gewesen», meinte der Profitrainer in seiner Kurzanalyse. «Im zweiten Abschnitt spielte Dübendorf seine läuferischen und technischen Vorteile dann aber aus.»
Dübendorfer Steigerung
Webers Worten bleibt wenig hinzuzufügen. Eine deutliche Tempoverschärfung gegenüber dem durchwachsenen Auftritt in der ersten Periode und eine starke Viertelstunde genügten den bereits führenden Glattalern im zweiten Abschnitt, um eine deutliche Zäsur zu schaffen. Erst reagierte Yannick Hüsler (22.) in seinem erst zweiten Spiel für den EHCD nach einem Abpraller von EHCW-Goalie Patrick Wandeler am schnellsten - 0:2. Und nur fünf Minuten später besorgte Marc Wüst ebenfalls nach einem Abpraller das vorentscheidende 0:3. Der nun klar überlegene Leader vergab in der Folge mehrere ausgezeichnete Chancen, um das Skore weiter auszubauen. Dem Spielverlauf entsprechend besorgte Marcel Prader zwei Minuten vor der Pause den vierten Gäste-Treffer und klärte die Frage nach dem Sieger definitiv. «Nach dem vierten Tor war das Spiel gelaufen», sagte EHCD-Trainer Christoph Schenk, der das Schlussdrittel dafür nützte, einige Dinge auszuprobieren. «Es war klar, dass meine Mannschaft in den letzten zwanzig Minuten nicht mehr mit demselben Elan aufgetreten ist.»
Die beste Chance gleich zu Beginn
Und der EHC Wetzikon? Der Tabellenachte bemühte sich. Und er arbeitete auch dann noch weiter, als er längst hoffnunglos in Rückstand geraten war. Aber die Oberländer spielten wie bereits am Samstag gegen Arosa äusserst fehlerhaft. Ein geordneter Aufbau kam deshalb nicht zustande. Wenig verwunderlich, dass sich die Oberländer Chancen in den ersten zwei Dritteln an einer Hand abzählen liessen. Und es brauchte dafür nicht einmal alle Finger. Die beste Möglichkeit hatten Mike Portmann und This Schälchli nach noch nicht einmal einer halben Minute, als das Duo in aussichtsreicher Position vor EHCD-Goalie Leon-Vincent Sarkis auftauchte. Schälchli vermochte aber den Querpass von Portmann nicht zu verwerten.
Gegentor löst Verunsicherung aus
«Individuelle Klasse und Spieldisziplin waren entscheidend», fand EHCW-Coach Berri. «Uns fehlte es an Qualität. Und die Spieler traten konzeptlos auf.» Den Dübendorfern genügte so letztlich ein durchschnittlicher Auftritt, um die Heimmannschaft problemlos in Schach zu halten. Nach nur fünf Minuten hatten sie den ersten groben Fehler in der EHCW-Abwehr kaltblütig ausgenutzt. Genoni erkämpfte sich an der Bande die Scheibe und spielte sofort in den Slot, wo Vögeli von den Oberländern vergessen gegangen war. Der Treffer genügte bereits, um die Wetziker entscheidend zu verunsichern. ZO (Oliver Meile)
| Telegramm Wetzikon - Dübendorf 0:5 343 Zuschauer SR: Sereinig (Keller / Betschart). Tore: 5. Vögeli (Genoni) 0:1. 22. Hüsler (Vollenweider) 0:2. 27. Wüst (Prader) 0:3. 38. Prader (Sommer, Meichtry) 0:4. 41. Vollenweider (Gruber, Nikolic) 0:5.
Strafen: 7x2 Minuten Wetzikon, Arosa 5x2 Minuten.
Wetzikon: Wandeler; Holdener, Saiani, Hvidt, Reto Müller, Tschudy, Baer, Betschart, Portmann, Durisch, Muspach, Elsener; Reichart,Rohrer, Deubelbeiss, Vesely, Mettler, De Martin.
Dübendorf: Sarkis; Widmer, Baur, Brönnimann, Eichmann, Lohrer, Meichtry, Reichart, Gruber, Nikolic, Obrist, Prader, Sommer, Vögeli, Vollenweider, Fankhauser, Riatsch, Hüsler, Wüst, Genoni.
Verletzt: Weber. Krank: Lange, N. Brunner, O. Brunner, Simon Müller |