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Derby nach 15 Minuten entschieden

26. September 09, Dübendorf - Wetzikon 9:3 (5:1,1:1,3:2)
Gewiss, es ist nicht alles Gold was glänzt. Und EHCD-Trainer Christoph Schenk dürfte den einen oder anderen Kritikpunkt an der Leistung seiner Mannschaft finden - trotz dem klaren 9:3-Sieg. Beispielsweise die Tatsache, dass die Glattaler nach der ersten Pause im Abschluss etwas gar nonchalant waren. Doch im ersten Drittel war die Effizienz nahezu perfekt. Zweimal Viktor Nikolic (4./12.) sowie je einmal Sandro Marzo (6.), Patrick Meichtry (14.) und Pascal Vögeli sorgten dafür, dass das Derby vor 603 Zuschauern im Dübendorfer «Chreis» schon früh entschieden war. Nicht verwunderlich also, dass Schenk lachend sagte: «Nein, in diesem Spiel will ich die Effizienz nicht bemängeln.» Dass der Sieg noch höher hätte ausfallen können, verneinte er jedoch auch nicht.
Auf der anderen Seite musste Paul Berri zur Kenntnis nehmen, dass sein Team im ersten Abschnitt nie ins Spiel fand - mit Ausnahme der ersten zwei, drei Minuten. «Eigentlich hätten wir nach 10 Sekunden führen können», sagte der EHCW-Trainer und schob nach: «Die Differenz war nicht so gross, wie es mit den fünf Toren aussieht.» Das mag sein. Tatsache ist aber, dass die Wetziker nie ein Mittel fanden und ins Schlingern gerieten, sobald der EHCD Scheibe und Gegner laufen liess. Konsequenz waren nicht nur die fünf Gegentore innert 11 Minuten, sondern auch ein Timeout nach fünf Minuten und ein Torhüterwechsel nach dem 5:0 - auch wenn der bedauernswerte Patrick Wandeler im Wetziker Tor nicht die Hauptschuld am hohen Rückstand trug. Sein Ersatz Michael Grissemann brachte dem EHCW zwar nicht den Umschwung, doch er konnte seinen Vorderleuten mit einigen gelungenen Paraden etwas mehr Mut verleihen.
Parierter Penalty als Schlüsselszene
Wirklich in Bedrängnis kamen die Dübendorfer nicht mehr - auch wenn Noel Brunner im Powerplay noch vor der ersten Pause das 5:1 gelang (18.). Dübendorfs Keeper Remo Trüb sah dabei nicht gut aus; die Sicht war ihm nicht verdeckt. Auch am zweiten Wetziker Treffer durch Marc Elsener (31.) trug Trüb Mitschuld - er bediente nach einer Parade den Torschützen gleich selber.

In jenem Moment aber, den später beide Trainer als «Schlüsselszene» bezeichnen sollten, blieb Trüb gegen Elsener Sieger. Hätte der Wetziker seinen Penalty nach 50 Minuten versenkt und auf 4:6 verkürzt, wäre zumindest eine hektische Schlussphase garantiert gewesen. So aber ging der EHCW zum Ende (noch einmal) unter und verfehlte auch das von Berri in der zweiten Pause ausgegebene Teilziel, den Schlussabschnitt für sich zu entscheiden. Gut begonnen hatte das letzte Drittel für den EHCW, als Baer kurz nach der zweiten Pause gegen unkonzentrierte Dübendorfer das 3:6 erzielte (42.) und später Betschart das 4:6 knapp verpasste. «Wenn wir etwas in den nächsten Match mitnehmen können, dann die Leistung aus dem letzten Drittel», sagte Berri, der seinem Team Charakter attestierte, aber auch von taktischen Mängeln sprach. Dübendorf hingegen habe Cleverness bewiesen und die Tore «immer dann geschossen, wenn wir im Aufwind waren.» Symptomatisch dafür das war 6:1 durch Corsin Riatsch nach der ersten Pause. Timon Vesely vertändelte im EHCW-Powerplay die Scheibe vor dem eigenen Tor - der 20-jährige Bündner profitierte. Riatsch deutschte später das aus, was die 603 Zuschauer im «Chreis» schon erahnt hatten: «Wir haben einen guten Altersmix in den Blöcken - das wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.» Und auf das Resultat offensichtlich auch. Quelle: Zürcher Oberländer / Florian Bolli

 

 

Telegramm

Dübendorf : Wetzikon 9:3
Chreis, 603 Zuschauer
SR: Unterfinger(Lebeda, Schrag).

Tore: 3. Nikolic (Baur) 1:0. 5. Marzo (Obrist,Nikolic) 2:0. 12. Nikolic (Baur,Lohrer) 3:0. 14. Meichtry (Geiger, Brönnimann) 4:0. 15. Vögeli (Nikolic) 5:0. 18. Brunner (Tschudy,Reto Müller) 5:1. 22. Riatsch 6:1. 31. Elsener 6:2. 42. Baer (Müller Simon, Elsner) 6:3. 54. Sommer (Prader, Riatsch) 7:3. 58. Riatsch 8:3. 59. Marzo 9:3.

Strafen: Wetzikon 9x2 Minuten plus 2x10 Minuten, Dübendorf 6x2 Minuten.

Wetzikon: Wandeler (ab 16. Grissemann); Noël Brunner, Baer, Hvidt, Lange, Durisch, Betschart, Olivier Brunner, Saiani, Muspach, Portmann, Schälchli, Tschudy, Berchtold, Vesely, Reichart, Elsener, Simon Müller, Rohrer, Deubelbeiss, Reto Müller
Dübendorf: Trüb, Widmer, Baur, Eichmann, Meichtry, Brönnimann, Lohrer, Reichart, Gruber,  Riatsch, Nikolic, Prader, Vögeli, Obrist, Sommer, Vollenweider, Dittli, Marzo, Fankhauser, Geiger.

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