2. Oktober 10, Wetzikon - Frauenfeld 2:4 (1:0,1:2,0:2) Quelle: Zürcher Oberländer / Martin Weber
Der EHC Wetzikon kam gegen Frauenfeld einer Überraschung nahe. Aufgrund einer mangelhaften Chancenauswertung musste er sich aber dennoch 2:4 geschlagen geben.
Vieles war ansprechend beim EHC Wetzikon. Die Spieler kämpften engagiert,überzeugten über weite Strecken sowohl spielerisch wie auch läuferisch. Mit Flavio Lüdke hatten sie zudem einen Klassemann im Rücken. All diesreichte den Wetzikern in ihrem ersten Heimspiel der Saison nicht zu Punkten. Sie unterlagen Frauenfeld 2:4. Die Niederlage war in erster Linie auf die eklatante Abschlussschwäche der Gastgeber zurückzuführen. Aufwandund Ertrag der Angriffs- bemühungen standen in einem krassen Missverhältnis. Weder konnten die Wetziker von einem der zahlreichen Abpraller des Frauenfelder Torhüters Anthony Schläpfer profitieren, noch wurde auch nur eine einzige von nicht weniger als zehn gegnerischen Strafen ausgenutzt. Kernige Schüsse von der blauen Linie fehlten fast gänzlich, stattdessen versuchte es der EHCW oft mit harmlosen Schlenzern, die Schläpfer kaum beunruhigen konnten. «Wir waren einfach nicht zwingend genug», sagte Wetzikons Trainer Hanspeter Frutiger nach dem Spiel.
Die Partie begann ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für das Heim- team. Die beste Chance verpasste allerdings Frauenfelds Topskorer Thomas Jost in der achten Minute, als er nach einem Blackout von Verteidiger Silvan Holdener allein auf Lüdke losziehen konnte, in diesem aber seinen Bezwinger fand. Nach einer weiteren hochkarätigen Chance der Gäste vier Minuten später enteilte der schnelle Nicola Eicke im Gegenzug und bediente Marc Elsener, welcher Frauenfelds Keeper keine Chance liess und zur 1:0-Führung einschoss (12.). Weitere gute Möglichkeiten blieben in der Folge auf beiden Seiten ungenutzt.
Elf Minuten Überzahl - kein Tor
Im mittleren Abschnitt hätten die Wetziker mindestens fünf Tore schiessenmüssen, boten sich ihnen doch Chancen gleich im Multipack. Die Ausbeute fiel mit einem Treffer jedoch zu schwach aus. Einzig Eicke gelang es, Schläpfer im Überzahlspiel nach einem Gestocher zum 2:0 zu bezwingen (25.). Die Freude über den Ausbau der Führung währte indes nicht lange, denn schon zwei Minuten später konnten die Gäste nach einem Konter durch Jann Pargätzi zum 1:2 verkürzen. Die Oberländer hätten die Chance gehabt, die Partie zu entscheiden, als sie in elf Minuten in Überzahl agieren konnten. Doch sie präsentierten sich als ausgesprochen harmlos im Abschluss. Zwar kamen sie zu zahlreichen Möglichkeiten, vermochten aber nicht ein einziges Mal zu reüssieren. Ganz anders die Gäste: Kaum komplett, entwischte wiederum Pargätzi und erzielte den 2:2-Ausgleich (39.). Von diesem Schlag konnte sich Wetzikon nicht erholen und kassierte gleich zu Beginn des Schluss- drittels das 2:3 durch Markus Schwyn (42.). Die Gastgeber waren in der Folge zu einer Reaktion physisch nicht mehr in der Lage. Das 2:4 in der 59. Minute besiegelte schliesslich das Schicksal der beherzt kämpfenden Wetziker. «Nach den vergebenen Chancen im Powerplay wollten wir diese mit besonders offensivem Spiel kompensieren und wichen dabei von der taktischen Marschroute ab», analysierte Frutiger, der seinen Schützlingen aber keinen Vorwurf machte. Schliesslich habe er ansonsten«viel Positives» gesehen, sagte er. | Telegramm Wetzikon - Frauenfeld 2:4 328 Zuschauer SR: Potocan (Büsseri, Zweidler). Tore: 12. Elsener (Eicke) 1:0. 25. Eicke (Tschudy,Elsener) 2:0. 27. Pargätzi (Korsch) 2:1. 39. Pargätzi (Nussbaum) 2:2. 42. Schwyn (Nussbaum) 2:3. 59. Jost (Tröndle, Bucher) 2:4.
Strafen: Wetzikon 6x2 Minuten, Frauenfeld 9x2 Minuten. |