News aus dem 1

 Wenige Tage nach dem in extremis gesicherten Ligaerhalt ist klar, dass sich der EHC Wetzikon auf Trainersuche begeben muss. André Böhlen, der Ende Januar den freigestellten Paul Berri abgelöst hatte, tritt wieder ins zweite Glied zurück. «Ich habe mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, nicht weiterzumachen », erklärte Böhlen gestern auf Anfrage und begründete seine Entscheidung mit Kapazitätsproblemen. Die vergangenen knapp sechs Wochen seien sehr intensiv gewesen und hätten viel Energie gebraucht, sagte der Ausliker. «Man muss auf einiges verzichten.» Die Familie, den Beruf und das Traineramt während einer ganzen Saison unter einen Hut zu bringen, ohne das Arbeitspensum zu reduzieren, sah sich der 37- Jährige ausser Stande. Und das Risiko,
im Beruf zurückzustecken, wollte Böhlen aus verständlichen Gründen nicht eingehen. «Sport ist nicht kalkulierbar. Vielleicht hätte ich in einem halben Jahr wieder bei meinem Arbeitgeber anklopfen müssen.»


Unterstützung für den Sportchef

Der ehemalige Nationalliga-Spieler wird dem EHCW aber auch in Zukunft zur Verfügung stehen. So wird Böhlen gemeinsam mit Daniel Steiner die Mannschaft für die nächste Saison zusammenstellen und seinen Nachfolger suchen. Der Sportchef bedauert Böhlens Entscheidung, nicht mehr als Coach zur Verfügung zu stehen. «Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht.» Froh zeigt er sich dafür über die zukünftige Unterstützung des Auslikers. «Er verfügt über ein ausgezeichnetes Kontaktnetz im Eishockey, und ich bin sicher, wir werden uns gut ergänzen.» Anfang nächster Woche werden Steiner und Böhlen das Anforderungsprofil für den nächsten EHCW-Coach erstellen. Dann wird sich auch weisen, ob einer der zwei, drei freien Kandidaten, von deren Interesse Steiner weiss, den Anforderungen des Oberländer Klubs entsprechen. (ome)

 
  
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